Samstage sind für meine Snowland-Kids reserviert

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Die Snowland Schule ist der schönste Ort in Nepal.
Die Snowland Schule ist für mich der schönste Ort in Nepal. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

Bei all den vielen Aufgaben und Besuchen, die ich leisten muss – sei es nun im Namen unseres Vereins oder seien sie einfach nur privater Natur – sind meine vier Samstage fest in der Hand meiner Kids in Snowland.
Samstage sind einfach die besten Tage!!! Nicht nur, weil die Kids frei haben, sondern weil auch gleichzeitig keine Administration oder Lehrkraft sich in der Schule befindet. King Khai kann sich frei bewegen 🙂

Mein heutiger Samstag verläuft wie die damaligen Samstage in Nepal. Ich brauche keinen Wecker, um zwischen 6h und 6.30h aufzustehen. An einem Wochenende in Deutschland undenkbar. Wahrscheinlich geh ich in Nepal einfach früher schlafen – ist halt wenig los in den Nächten 😉

Besonderes tibetisches Frühstück in Snowland.
Besonderes tibetisches Frühstück in Snowland, bestehend aus „Brot“ und Ei. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

So mache ich mich dann so schnell es geht zu Recht, fülle meine Wasserflasche auf – nein, nicht mit Leitungswasser, sondern mit Trinkwasser aus einem Wasserkanister. Denn trotz Filter hat das Leitungswasser absolut keine Trinkwasserqualität!! Frühstück brauche ich keines. Wenn der Bus Richtung „Narayanthan“ irgendwann zeitnah kommt, schaffe ich es noch zur Frühstücksausgabe in Snowland. Samstag gibt es ein gekochtes Ei und 1-2 „Timok“. „Timok“ ist eine Art teigförmiges (weißes) „Brot“, das nicht gebacken, sondern gedämpft wird… Wie es schmeckt? So wie ich es beschrieben habe… nach einem Teigklumpen 😀

Dennoch frühstücke ich lieber in Snowland als im Hostel. Natürlich liegt dies einzig an meine Tischnachbarn 😉

Die Kinder der Snowland Schule sind meine Geschwister geworden.
Die Kinder der Snowland Schule sind meine Geschwister geworden. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

So komme ich an Samstagen meistens etwa gegen 7.45h morgens in Snowland an und verbringe fast meinen halben Tag dort – Mitttagessen inklusive 🙂
Auch hier gilt, die Qualität des Essens hat sich zwar ungemein verbessert, ist aber nicht mit meinem Essen im Hostel zu vergleichen.
Was ich den ganzen Tag dort mache? Nun ja, ich hänge einfach herum, quatsche mit den Kindern und habe Spaß. Ich habe nie einen Plan, wenn ich nach Snowland komme, was heute zu unternehmen ist. Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Ich habe ohnehin nie eine freie Minute dort. Immer ist jemand bei mir.

Nachdem die Kinder seit langem keine Besuche von ehemaligen Volontären bekommen haben, sind sie umso aufgeregter. Sie genießen die Zeit und den Fakt, dass jemand für sie da ist. Jemand da ist, der mit ihnen reden kann. Jemand da ist, dem sie etwas anvertrauen können. Ich bin glücklich zu diesen Personen dazu gehören zu dürfen! Für die Kids ist es nicht wichtig, was ein Besucher mitbringt, welche Geschenke verteilt werden, was für Aktivitäten organisiert werden – auch das ist momentan alles aus diversen Gründen nicht so einfach.
Für die Kids zählt nur, dass jemand da ist!

Umso glücklicher bin ich zu wissen, dass nach mir ab April einige mehr Gäste erwartet werden. Die Kids freuen sich schon riesig, ich aber auch! Denn so weiß ich, dass sich Personen, denen ich vollkommen vertrauen kann, sich um meine Kids in meiner Abwesenheit bestens kümmern werden 🙂

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

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