Trekking in Nepal – Eine Checkliste für deine Ausrüstung

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Nepal ist eines der beliebtesten Reiseziele vieler Berg-Touristen. Trekker und Wanderer aus aller Welt strömen in Massen in das kleine Land am Himalaya, um den höchsten Bergen der Welt nah zu sein. Dort, wo die Bergspitzen selbst Wolken überragen, tummeln sich Mythen und Legenden. Jeder kann Teil solch einer Geschichte werden und dabei die – im Gegensatz zu Kathmandu – absolut reine und wohltuende Bergluft schnuppern. Denn das schöne an Nepal ist, dass es so viele verschiedene Routen für Wanderer jeglicher Altersklassen und jeglichem Fitnesszustand gibt. Das einzige, was ihr dafür tun müsst, ist euch halbwegs auf das Trekking in Nepal vorzubereiten.

Ich stelle euch in diesem Beitrag eine Checkliste von 10 Dingen vor, die bei eurer Ausrüstung für das Trekking in Nepal nicht fehlen sollten. Je besser ihr vorbereitet seid, desto leichter läuft es sich. Als ich für eine Projektreise nach Dolpa aufgebrochen bin, musste ich feststellen, dass Shorts und Sneakers nicht unbedingt das beste Equipment sind, um auf einer Höhe von knapp 4.000m entspannt die Aussicht zu genießen…


Eine Liste von 10 wichtigen Dingen für das Trekking in Nepal

1.) Ein guter Trekkingrucksack ist für jede Bergwanderung das A und O – schließlich wird er euer ständiger Begleiter sein. Er sollte daher von guter Qualität sein und keine Last darstellen. Eure Beine werden schon genug Mühe haben, manch steile Steigung zu überwinden. Gute Wanderrucksäcke zeichnen sich dadurch aus, dass sie euren Ausrüstungsgegenständen Kapazität bieten, aber gleichzeitig leicht zu tragen sind. Seitliche, leicht zugängliche Netztaschen helfen euch an Trinkflasche oder Schirm zu gelangen. Euer Rucksack sollte unbedingt verstellbar und mit Gurten ausgestattet sein, damit eine ausgeglichene Gewichtsverteilung möglich ist. Wenn ihr nicht mit nassem Inhalt wandern möchtet, sollte euer Rucksack auch wasserfest sein…

Schaut einfach hier für Beispiele von Trekkingrucksäcken.


2.) Mit sehr guten Trekkingschuhen wird jede Bergwanderung ein Stückchen leichter. Da die Trekking-Pfade nicht immer leicht zu begehen sind, sind gute Wanderschuhe mit griffiger und verwindungssteifer Sohle fast schon ein Muss. Wenn ihr nicht unbedingt in den Bergen Nepals geboren seid, und die steilen Hänge mit dünnen Flip-Flops aus Gummi hinauf flitzen möchtet, so rate ich euch zu robusten Schuhen, die stabil und langlebig sind. Sie sollen beim besten Willen nicht bei ersten Steinchen Risse abbekommen. Gute Trekkingschuhe überzeugen durch hohen Komfort, ein gutes Abrollverhalten und eine starke Dämpfung. Sie sollten auch einen zuverlässigen Wasser- und Kälteschutz bieten.

Schaut einfach hier für Beispiele von Trekkingschuhen.


3.) Für die normalsterblichen Trekkingrouten wird in der Regel kein Schlafsack benötigt. Auf den gängigen Routen befinden sich unzählige Lodges, Hotels oder andere Übernachtungsmöglichkeiten. Ihr werdet also schon nicht im Freien übernachten müssen. Natürlich sind die Übernachtungsmöglichkeiten eher spartanisch ausgestattet, sodass ihr auch mal auf harten Holzbetten oder auf dem Boden schlafen müsst. Wieso ich aber einen Schlafsack empfehle, ist nicht in erster Linie wegen den kühlen Temperaturen, sondern wegen der Hygiene. Der Bettbezug und die Bettlaken sind nicht immer die saubersten. Wenn ihr also nicht von Bettwanzen oder anderen Insekten gebissen werden möchtet, schlüpft am besten in etwas, was euch gehört 😉

Schaut einfach hier für Beispiele von leichten Schlafsäcken.


4.) Da ihr bei den meisten Wanderrouten mehrere Tage unterwegs sein werdet, ist eine gewisse Körperhygiene nicht verkehrt. Wer der Meinung ist, wenn alle stinken, stinkt keiner, der irrt sich. An jedem Halt und auch auf den Wegen werdet ihr immer die Möglichkeit haben, euch zu waschen. Sei es nur Arme, Hände, Gesicht und Füße. Problematischer wird es mit dem Abtrocknen. Baumwoll-Handtücher sind zwar kuschelig weich, saugen dafür aber das ganze Wasser auf und werden somit unnötig schwerer als sie ohnehin schon sind. Außerdem sind sie sehr sperrig und nehmen unnötig Platz in eurem Rucksack ein. Daher ist ein Microfaserhandtuch viel besser auf Reisen geeignet. Das Gefühl beim Trocknen ist zwar etwas ungewohnt, aber dafür trocknet das Handtuch im Handumdrehen.

Schaut einfach hier für Beispiele von Microfaserhandtüchern.


5.) Auf jeder Wanderung ist es wichtig, viel zu trinken. Schließlich möchtet ihr nicht dehydrieren. Auf den gängigen Trekkingrouten können Trekker überall Wasser in Plastikflaschen kaufen. Da es in den Bergen keine Müllabfuhr gibt, wächst der Abfall mit dem wachsenden Tourismus. Die Trekker schieben die Schuld auf Einheimische ohne Umweltbewusstsein, obwohl es nur die Trekker sind, die von diesen Wasserflaschen Gebrauch machen. Dabei gibt es so eine einfache Lösung: Eine eigene Trinkflasche. Trekker behaupten, es gebe keine Alternative. Aber wie wäre es denn in den Lodges abgekochtes Wasser zum Trinken oder Tabletten zur Trinkwasseraufbereitung zu verwenden?! Schnappt euch bitte eine oder zwei Trinkflaschen und geht mit gutem Beispiel voran.

Schaut einfach hier für Beispiele von günstigen Trinkflaschen.


6.) Es gibt diverse Trekker, die ihren Unmut über den Müll entlang der Wanderwege kundtun. Diejenigen Trekker, die Wasserflaschen aus Plastik kaufen, tragen wesentlich zum Müllproblem in Nepal bei. Ihre Argumentation ist, dass es keine Alternativen gebe. Die gibt es aber in Form von Trinkwasseraufbereitungstabletten. Wenn ihr solche Tabletten bei euch habt, könnt ihr das ohnehin bereits saubere Grundwasser noch einmal aufbereiten. Sucht euch einen Wasserspender, füllt das Wasser in eure Trinkflasche, werft eine Tablette ein und nach einer halben Stunde ist das Wasser dann ohne Bedenken zu genießen. Es geht so einfach ohne Müll…

Schaut einfach hier für Beispiele von Tabletten zur Wasseraufbereitung.


7.) Es kann ab und zu vorkommen, dass es in euren Unterkünften keinen Strom gibt. Um nicht im Dunkeln zu sitzen, ist eine kleine, helle Lampe immer von Vorteil. Besonders dann, wenn ihr eure Notdurft in der Toilette außerhalb des Hauses tätigen müsst. Eine Stirnlampe ist einer einfachen Taschenlampe immer zu bevorzugen. Sie bieten den großen Vorteil, dass ihr eure beiden Händen frei habt – wofür auch immer… Insbesondere beim Duschen hilft die Stirnlampe. Und wenn sie auch noch halbwegs wasserfest ist, umso besser. Stirnlampen, die ihr mit Solar oder USB-Anschluss aufladen könnt, sind eher zu empfehlen als diejenigen mit Batterien.

Schaut einfach hier für Beispiele von nützlichen Stirnlampen.


8.) In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. In der einen Stunde strahlt die Sonne, in der anderen begrüßt euch ein nasskalter Regen. Sich bei solchen Temperaturschwankungen zu erkälten, geht unheimlich schnell. Das möchte keiner. Denn es gibt nichts schlimmeres, als sich krank einen Berg hinauf zu schleppen. Wetterfeste Bekleidung ist ein absolutes Muss, wenn man sich nicht auf sein Immunsystem verlassen kann. Neben einer regen- und windfesten Jacke, sind natürlich auch Wanderhosen, Funktionsbekleidung und Fleecejacken von Vorteil.

Schaut einfach hier für Beispiele von Jacken, die Wind und Regen trotzen.


9.) Bei einer längeren Bergwanderung empfiehlt es sich, ein kleines Erste-Hilfe Set mit persönlichen Medikamenten mitzuführen. Ein kleiner Beutel für den Notfall beruhigt auch oft das Gewissen. Denn man ist ja für alle Fälle vorbereitet. Kleinere Verletzungen, Wunden, Schrammen und Blasen können somit direkt behandelt werden, sodass ihr euren Weg fast unbeschadet fortsetzen könnt. Zusätzlich würde ich empfehlen, Durchfalltabletten dabei zu haben. Eine Aspirin oder Ibuprofen schadet auch nie.

Sprecht am besten mit dem Arzt eures Vertrauens, wenn ihr mehr Hinweise benötigt.

Schaut einfach hier für Beispiele von Erste-Hilfe-Sets.


Klopapier gehört in die Liste der Ausrüstung für ein Trekking in Nepal. 10.) KLOPAPIER!!!

Diese Checkliste für ein Trekking in Nepal ist sicherlich nicht komplett vollständig, beinhaltet aber die wichtigsten Gegenstände für die erste Ausrüstung. Sicherlich hängt die vollständige Ausrüstung noch von der jeweiligen Trekkingroute ab. Aber für einen Anfang sollte die hier von mir präsentierte Ausrüstungsliste genügen.

Für weitere Informationen, was ihr für Ausrüstung bei eurer Wanderung benötigt, wendet euch am besten an die von euch gewählte Trekking-Agentur (hoffentlich eine einheimische!!!)…

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Namasté! Schön, dass Ihr meinen Nepal Blog gefunden habt.
Mein Name ist Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort.
In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte – Einfach mein-Nepal eben ;)

One Response

  1. desert trips

    Danke für das Teilen dieses Posts! Es ist interessant und voller nützlicher Informationen!

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