Königsplätze nach Erdbeben wieder geöffnet

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Kathmandu Durbar Square wieder eröffnet. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)
Kathmandu Durbar Square ist nach fast zwei Monaten wieder eröffnet worden. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

Sieben Wochen nach dem verheerenden Erdbeben am 25. April 2015 sind die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Kathmandu-Tal wieder für Touristen geöffnet worden. Die ehemaligen Königsplätze (Durbar Squares) in Kathmandu, Bhaktapur und Patan sind nun wieder – mehr oder weniger – zugänglich. Zwar läge überall noch Schutt und Asche herum, aber zumindest seien die Plätze wieder für Besucher begehbar.

Nepal möchte so schnell es geht wieder zur Normalität zurückkehren. Das Land braucht einfach die Einnahmen aus dem Tourismus und möchte mit der Wiedereröffnung ein Zeichen setzen. Ein Zeichen für Sicherheit trotz bis heute andauernder Nachbeben. Sicherheitsbedenken weisen die nepalesischen Behörden von sich.
Kritisiert wird dies vor allem von der UNESCO, deren Weltkulturerbestätte große Schäden vom Erdbeben davon getragen haben. „Die Gefahr ist immer noch groß, dass Gebäude einstürzen. Auf dem Durbar-Platz in Kathmandu beispielsweise ist eine ganze Fassade instabil, wir können da keine Besucher entlanglaufen lassen“.

Zerstörung durch Erdbeben am Kathmandu Durbar Square. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)
Zerstörung durch Erdbeben am Kathmandu Durbar Square. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

Seltsamerweise ist Kritik erst aufgekommen, nachdem die Königsplätze wieder für Touristen geöffnet wurden. Denn zuvor waren sie bereits zum Teil zugänglich gewesen, sodass Einheimische wie gewohnt durchliefen. Auch ich bin zwei Tage nach dem großen Beben im April zum Kathmandu Durbar Square gelaufen und bin durch den ehemaligen Köngisplatz gegangen, um die verheerenden Auswirkungen des Erdbebens mit eigenen Augen zu sehen. Bereits zwei Tage nach dem Erdbeben wurde bereits der Schutt zur Seite geräumt, sodass begehbare Pfade entstanden sind. Einige Gebäudefassaden sahen tatsächlich beängstigend einsturzgefährdet aus!

Wie schnell sich Nepal von der Erdbeben-Katastrophe erholen kann, hängt auch unmittelbar damit zusammen, ob die kommende Touristensaison (ab Oktober) erfolgreich wird… Bleiben die fast täglichen Nachbeben bestehen, ist es nur schwer vorzustellen, dass die Zahl von fast 800.000 Touristen in den vergangenen Jahren in diesem Jahr ebenfalls erreicht wird.

Quelle: SPIEGEL Online

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

4 Antworten

  1. Snowland

    Hallo Sissi,
    vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Ja, ich stimme Dir voll und ganz zu. Hoffentlich werden fir alten Kulturschätze erhalten bleiben. Nepal ohne diese unglaubliche kulturelle Vielfalt ist kaum Auszudenken…
    LG Khai

  2. Sissi von Travel Mart TM

    Ich wünsche es diesem Land so sehr, dass es schnell wieder auf die Beine kommt und dabei so viel der alten Kulturschätze erhalten kann wie nur irgend möglich.
    LG, Sissi

  3. Snowland

    Ja, littlegreenraven, das ist echt sehr schade, wenn alte, traditionelle Gebäude zerstört werden! Aber Nepal wird sicher die zerstörten Tempel und Pagoden detailgetreu wieder aufbauen und bald der Welt wieder im alten Glanz präsentieren können.

    Das hoffen wir auch, dass den Dörfern schnell geholfen werden kann! Unser Verein tut dies sogar. Wenn du dich dafür interessierst, schaue einfach bei uns auf Facebook vorbei: https://www.facebook.com/HamromayaNepal

    LG

  4. littlegreenraven

    Ich finde es sehr schade, dass eine wichtige Kulturstätte von dem Erdbeben so stark zerstört wurde.
    Ich hoffe, dass sich Nepal schnell erholt und auch den Menschen in den abgelegenen Gebieten möglichst schnell geholfen werden kann.
    LG littlegreenraven

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