2 Wochen Nepal schon wieder um….

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… und nur noch ziemlich genau 6 Wochen liegen noch vor mir. Noch eineinhalb Monate. Eineinhalb Monate, die sicherlich wie im Flug vorbei rauschen werden. Manchmal ertappe ich mich sogar schon dabei, dass ich die verbleibenden Tage zähle…
Es sind noch 46…

Tag 9 – Feiern bis in die Morgenstunden

Party in Thamel
Party in Thamel (Foto: Tess Peverill)

Ich besuche zum ersten Mal auf meiner aktuellen Reise die von uns betreute Behindertenschule in Kathmandu. Der Fortschritt kann sich echt sehen lassen. Ich bin stolz auf unsere Arbeit! Meine vier Freunde kommen am späten Nachmittag nach drei Tagen Entspannung aus Pokhara wieder. Die Heimfahrt Richtung Kathmandu im Touristenbus hat ihren Adrenalinspiegel so sehr in die Höhe schießen lassen, dass das gesamte Hostel gemeinsam in Thamel zu Abend isst, in der berühmten Buddha-Bar ein paar Drinks genießt und die Nacht im Fireclub um 2h tanzend beendet. Wenn man den Tod ins Auge geblickt hat, scheint man kaum Müdigkeit mehr zu verspüren. Der Touristenbus, in dem meine Freunde gesessen hatten, hatte bei höchster Geschwindigkeit auf engster Bergpassage den Außenspiegel eines anderen Busses abgerissen….

Tag 10 – Besuch unserer Einrichtungen

Der Schlafsaal in der Behindertenschule ist trostlos ausgestattet.
Der Schlafsaal in der Behindertenschule ist trostlos ausgestattet. (Foto: Khai-Thai Duong / hamromaya Nepal e.V.)

Wer feiern kann, muss auch arbeiten können. Der Tag beginnt schon am frühen Morgen. Zum ersten Mal sehen meine vier Freunde, die auch gleichzeitig Mitglieder in unserem Verein hamromaya Nepal sind, die Behindertenschule. Für sie sind es bedrückende Momente. Es ist wirklich schwer bereits am ersten Tag die Freude und Wärme dieses Ortes zu finden. Man wird von den äußeren Umständen erschlagen. Trotz der Tatsache, dass wir uns bereits stark für die Renovierung eingesetzt haben, ist in der Schule noch viel zu tun. Das sehen auch meine Freunde so und ich denke, dass sie mit dieser Erfahrung stärker geworden sind. Am Nachmittag lernen sie dann auch unser Waisenhaus Buddhist Child Home kennen. Es ist ein extremer Kontrast, den ich bewusst gewählt habe. Es sind Eindrücke, die meine Freunde nachdenklich stimmen und die sie gerne zurück nach Deutschland mitbringen sollen…

Tag 11 – Abschied und schöner Spaziergang

Ein wunderschöner Spaziergang durch Jorpati.
Schöner Spaziergang durch Jorpati. (Foto: Elisabeth Gruber)

Am frühen Morgen verabschiedet sich Bruno, der erste von meinen vier Freunden, die gemeinsam mit mir angereist waren. Nach nur 10 Tagen in Nepal endet seine Reise. Für mich völlig unverständlich, weshalb man den Rückflug so früh ansetzt…Es gibt doch in Nepal so viel zu sehen… Während die anderen drei nun einen Kaffee bei Boudha im Sonnenschein genießen, laufe ich mit Lisi aus Österreich durch das ganze Viertel Jorpati. Ein spontaner, wunderschöner Spaziergang von über drei Stunden durch enge Straßen, in denen sich Touristen kaum verlaufen. Wir hatten echt viel Spaß auf dem Weg und genossen die langsam untergehende Sonne. Die Lichtverhältnisse um 17h sind phänomenal, um schöne Fotos zu schießen – wurde mir jedenfalls gesagt.

Dennoch so richtig verlaufen kann ich mich ohnehin nicht mehr, denn mittlerweile kann ich ja schon die nepalesischen Schilder lesen 😉

Tag 12 – Pläne für die Behindertenschule

Meeting in unserer Behindertenschule Nirmal Bal Bikas. Der Vorstand der Schule, die Direktorin sowie der Leiter unserer einheimischen Partner-Organisation Nepali Host Family besprechen die zukünftigen Projekte in der Behindertenschule. Es wird sich schnell darauf geeinigt, dass ein Wasserfilter höchste Priorität genießt. Sauberes Trinkwasser ist zurzeit leider noch immer nicht möglich. Zudem müssen die Schlafsäle der Kinder rundum erneuert werden – ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt. Außerdem sollen vermehrt Solarpanels eingesetzt werden. Neben dem Motto Life is colourful möchten wir ein weiteres Leitmotiv implementieren. Die Behindertenschule soll sich zukünftig mehr auf alternative Energien fokussieren. Das Meeting verläuft super. Es herrscht Einklang. Doch ich weiß, wie es in Nepal laufen kann. Ich freue mich erst, wenn ich den Fortschritt auch sehe!

Tag 13 – Picknick für über 150 Kinder der Snowland Schule

Das langersehnte Picknick, das wir für die Snowland Schule finanzierten, findet endlich statt. Vier Busse transportieren über 150 Kinder und etwa 25 Mitarbeiter und Volontäre nach Kakani – ein wunderschöner Ort, der knapp 90 Minuten von Kathmandu entfernt liegt. Mehr darüber findet ihr im Blog unseres Vereins hamromaya Nepal e.V. 🙂

Tag 14 – Abschied…

Eine Tanzaufführung gehört zu jedem Nepal-Besuch dazu.
Eine Tanzaufführung gehört zu jedem Nepal-Besuch dazu.

Nun sind auch meine letzten drei Freunde aus Deutschland abgereist. Nach zwei Wochen verlassen sie Nepal mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auch ich fühle mich so. Es war auf jeden Fall schön gewesen, dass meine Freunde hier waren. Doch manchmal war es schon auch anstrengend – vor allem bei der Auswahl von Essen… Ich mag eben die kleinen Garküchen.

Ohne meine Freunde wird es für mich nicht unbedingt ruhiger werden. Denn mit der nun wieder gewonnenen Unabhängigkeit muss ich an diversen anderen Veranstaltungen teilnehmen. So wie auch bei einem Programm unseres Partners IGWR Nepal. Wieder einmal singende und tanzende Kinder – wieder einmal Freude pur 🙂

Tag 15 – Kopan

Ausflug nach Kopan.
Ausflug nach Kopan. (Foto: Tess Peverill)

Zum ersten Mal überhaupt besuche am heutigen Tag Kopan. Begleitet werde ich von Lisi aus Österreich, Marion und Clara aus Deutschland sowie Tess aus Australien. Wir genießen den traditionellen tibetischen Buttertee, laufen durch die ruhige Tempelanlage und von dort wieder zurück nach Boudha. Ein langer Fußweg, der sich wahrlich lohnt. Denn auf dem Weg kommt man an einigen Garküchen vorbei 😉

Mittlerweile hat es nun wieder angefangen zu regnen. 2h morgens in Nepal darf dies auch einmal geschehen. Schließlich waren die letzten 12 Tage staubtrocken. Nur aufhören sollte der Regen am nächsten Morgen – es war so entspannt nicht mit nassen Socken nach Hause zu kommen 🙂

Verfolgen Khai-Thai:

Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

  1. Basundhara

    Respekt Khai, wie Du das alles managst. Du musst mir unbedingt Informationen darüber geben. Mir imponiert das wirklich. PS: Es ist jetzt 1 Uhr Nachts, ich hatte mir den Wecker gestellt, da Strom vor einer Stunde kam und ich nun endlich mails senden kann, die Anhänge haben. Am Tag dauerts oft ewig, gerade Bilder. LG

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