Höhenkrankheit – die stille Gefahr beim Trekking

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Aus aktuellem Anlass warne ich vor den Tücken der Höhenkrankheit, deren erste Anzeichen meist ignoriert werden und im schlimmsten Fall auch tödlich enden können.

So wie auch heute bei einer deutschen Bergsteigerin in Nepal. Im Nordwesten Nepals, am Berg Dhaulagiris auf 5.100 Metern verstarb sie an den Folgen der Höhenkrankheit. Generell war dies ein Tag mit einigen schlechten Nachrichten. Es gab heute 3 Todesfälle von ausländischen Trekkern. Neben der Deutschen verstarb ein Österreicher an einem Herzinfarkt und ein Israeli, nachdem er über eine Holzbrücke in den Fluss Kali Gandaki (Distrikt Mustang) fiel.
[Quelle: BILD online]

In Nepal kommt es immer mal wieder zu tödlichen Unglücken bei Trekkern. Natürlich kann man argumentieren, dass die Quote bei der großen Zahl an jährlichen Trekkern in Nepal sehr gering ist. Doch tragisch ist es allemal, gerade im Urlaub sein Leben verlieren zu müssen.
Die vielen Trekking-Routen und die atemberaubende Aussicht locken sehr viele neue Touristen an die Berge nach Nepal. Viele unerfahrene Trekker muten sich zu viel zu und wählen für ihren ersten Trek anspruchsvolle Routen über lange und sehr hohe Pässe.
Es werden Warnsignale des Körpers gerne ignoriert. Den inneren Schweinehund besiegen, Willenskraft zeigen… Doch wenn der Körper langsam beginnt zu streiken, sollte man immer eine kurze Pause einlegen – der Berg läuft schon nicht weg… Gerade Neulinge unterschätzen die Höhe und ihre Auswirkungen.

Was ist denn schon Höhenkrankheit?! Ich bin fit; mich kann das nicht betreffen.

Laut Auswärtigen Amtes sei das Erkrankungsrisiko bei Erwachsenen etwa gleich. Bei ca. 30% der Bergsteiger trete die Höhenkrankheit ab einer Höhe von 3.000m auf. Glücklicherweise verläuft nicht jede Höhenkrankheit tödlich. Bei vielen Erkrankten gewöhnt sich der Körper nach einer Pause an die Höhe, sodass ein weiterer Anstieg möglich ist.
Doch was genau ist die Höhenkrankheit?
Die Höhenkrankheit hat ihren Auslöser im Luftdruck. Mit zunehmender Höhe sinkt der Luftdruck, sodass auch der Sauerstoff-Druck in unseren Körper fällt. Die Sauerstoffaufnahme in der Lunge verringert sich. Während des Treks kommt es stressbedingt zu einer Blutdruckerhöhung, welche bewirkt, dass vermehrt Flüssigkeit aus dem Blut der Lungengefäße in die Lungenbläschen abgepresst wird so dass ein Lungenödem auftritt. Es kommt zur Hypoxie.
Im schlimmsten Fall lagert sich Wasser neben der Lunge auch im Gehirn (Hirnschwellung) an!
Es gilt auf seinen Körper zu hören und Gefahren zu erkennen.
Kopfschmerz, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, kurze nächtliche Atemstörung, Leistungsabfall, Wasserödeme unter der Haut, Sehstörung und ein erhöhter Herzschlag in der Ruhephase können bereits Frühzeichen der Krankheit sein.
Sollten diese zu Beginn noch ignoriert werden, können sich die Symptome verschlimmern.
Was tun, wenn es mich nun doch erwischt?
Das Auswärtige Amt empfiehlt: „Alle Symptome, die nicht durch Rast oder Ruhelage allein verschwinden, erzwingen den zügigen Abstieg auf Höhen unter 2.500 m.
Es ist im Gebirge besonders gefährlich, Früh- und Warnzeichen des Körpers durch Medikamente oder „eisernen Willen“ zu überspielen.“

Für weitere Informationen zu den Warnzeichen, zur Behandlung und zur Vorsorge der Höhenkrankheit kann unter folgendem Link mehr gefunden werden:
Gesundheitsrisiko: Höhenkrankheit in Nepal

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

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