Namaste Nepal, da bin ich wieder!

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Fast fünf Monate nach meiner Rückkehr aus Nepal im vergangen März breche ich wieder hinauf auf das Dach der Welt auf. Dieses Mal glücklicherweise nicht als Solist, sondern mit charmanter Reisebegleitung aus Dänemark. Ausgezahlt hat sich dies bereits bei meinem fünfstündigen Zwischenstopp in Istanbul. Wenn man nicht alleine unterwegs ist, vergeht die Wartezeit doch schon viel schneller.

Obwohl ich bereits oft Langstreckenflüge hinter mir habe und der aktuelle Flug nach Nepal sogar noch ein Nachtflug ist, schaffe ich es wie gewohnt nicht einzuschlafen. Ermüdet quäle ich mich durch das Entertainment-Programm von Turkish Airlines. Meine Augen schmerzen, mein Körper schreit nach Schlaf und es hilft dennoch nichts. Im Flieger kann ich einfach nicht schlafen.

Stattdessen schaue ich aus dem Fenster meiner schlafenden Sitznachbarin hinaus und erkenne wie die Dunkelheit von einem orange-rotem Licht am Horizont bekämpft wird. Wir fliegen dem Sonnenaufgang entgegen. Ein neuer Tag, eine neue Reise, ein neues Abenteuer – mein neuntes Mal.

Kurz vor Kathmandu befinden wir uns noch immer auf fast 12.000 Metern Höhe. In einer halben Stunde sollte geplant zur Landung angesetzt werden. Die dichte Wolkendecke hat aber mächtig etwas dagegen. Wir beginnen einige Runden zu kreisen und kämpfen uns Meter um Meter hinab. Die Aussicht verhieß nichts Gutes – noch nicht einmal der monumentale Himalaya war zu erkennen. Wie denn auch. Wir befinden uns mitten in der Monsun-Saison.

Glücklicherweise drehen wir aber nicht nach New Delhi ab. Wir schaffen die sichere Landung. Es ist halb sieben in der Frühe. Der Flieger öffnet seine Türen und ich laufe gegen eine schwüle Wand. Natürlich ist diese nicht vergleichbar mit der Luftfeuchtigkeit in Südostasien. Aber dennoch spüre ich die veränderten klimatischen Bedingungen in Kathmandu. Der Himmel ist in einem tiefen Grauton bedeckt. Hier und da stechen noch dunklere Flecken heraus. Es nieselt leicht.

Zum ersten Mal beantrage ich mein Visum direkt bei der Ankunft am Flughafen. An einem der fünf funktionstüchtigen Automaten in der Ankunftsthalle – zwei waren defekt – scanne ich meinen Reisepass ein und füge neben der Länge des Visums auch meine Adresse in Nepal und den Zweck meiner Reise ein. Mit der ausgestellten Quittung gehe ich nun zum Bezahlschalter und daraufhin zum Schalter für Schalter für die Einreise, der mir mein neues Visum in den Reisepass klebt und mich in meine Gepäcksuche entlässt.

Namaste Nepal
Namaste Nepal – Weit sieht man nicht…

An diesem Samstagmorgen ist in den Straßen Kathmandu nicht viel los. Nichtsdestotrotz ist die Luft von Smog, Abgasen, Sand- und Staubpartikel verpestet. Die hohe Luftfeuchtigkeit hält die verpestete Luft wie in einer Dunstglocke gefangen und vermindert die Sicht erheblich. Mir macht es überhaupt keinen Spaß auf den Straßen zu laufen. Es ist nicht heiß, aber die ungewohnt drückende Wärme macht mir zu schaffen. Ich schwitze. Die Kleidung haftet am Körper – so wie auch der Schmutz.

Während meiner Abwesenheit hat sich in Kathmandu nicht viel geändert. Viele Straßen haben sich sogar verschlechtert. Aufgrund des Monsuns sind zudem die nicht bepflasterten Straßen und Wege eine reine Schlammlandschaft geworden. Der ganze Müll, der auf den Straßen liegt, ist völlig aufgeweicht. Schön ist anders.

Der Tag vergeht wie im Flug. Einkaufen, Besuche erledigen, hier und da ein kleiner Snack und schon falle ich um halb zehn nach dem Abendessen in einem komatösen Schlaf – zumindest bis der Monsunregen mich tief in der Nacht weckt.

Es ist nun sechs Uhr morgens. Es regnet noch immer…

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

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