Nepal Buch-Empfehlung: "Little Princes"

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"Little Princes: Meine Suche nach den verlorenen Kindern von Nepal" von Connor Grennan.
„Little Princes: Meine Suche nach den verlorenen Kindern von Nepal“ von Connor Grennan. (Bild: Amazon.de)

In einem armen Land wie Nepal scheint für ein paar Menschen gar jedes Mittel Recht zu sein, um an Reichtum zu gelangen – Kinder als Mittel zum Zweck. In Waisenhäusern oder auf den Straßen Kathmandus, wo Touristen sich tummeln und guten Herzens Kindern mit Geldspenden aus der Misere helfen wollen, schlagen skrupellose Geldmacher zu.

Denn das Geschäft mit „Waisenkindern“ – oftmals sind die Kinder noch nicht einmal Waisen – ist für Schlepper äußerst lukrativ. Sie verdienen gleich an zwei Fronten. Zum einen sind dies meistens Kinder aus den entlegenen Regionen Nepals, deren Eltern ahnungslos den Schleppern ihr ganzes Vermögen in die Hand drücken, damit ihr Kind in der Hauptstadt einer ordentlichen Bildung nachgehen kann. Zum anderen werden diese Kinder dann in Kathmandu als Bettelobjekte missbraucht – die Menschen aus dem Westen helfen ja…

Das Buch „Little Princes“ befasst sich mit dieser Problematik und ist für Nepal-Interessierte ein absolutes Muss, da es Einblicke hinter den traumhaften Himalaya-Staat gewährt, von denen Touristen – geblendet von der atemberaubenden Landschaft – nichts mitbekommen.
Äußerst spannend, ehrlich und mit vielen kleinen Anekdoten erzählt der Autor, Conor Grennan, von seiner Suche nach den verlorenen Kindern von Nepal. Wie viele junge Menschen begann sein persönliches Nepal-Abenteuer in Form einer geplanten Weltreise. Sein 3-monatiges Volontariat in einem kleinen Waisenhaus in Kathmandu sollte sein Leben komplett verändern. Er stößt auf eine dunkle Wahrheit, die ihn fortan nicht wieder loslässt.

„Little Princes“ erzählt von einem jungen Mann, der selbstlos sein komfortables Leben in seiner Heimat aufgibt, um sich für Kinder und deren Familien einzusetzen, die ihre Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatten. Der detailierte aber dennoch sehr flüssige Schreibstil macht es für den Leser äußerst einfach, Conor Grennan auf seinem langwierigen Weg in Nepal zu begleiten. Man spürt förmlich die Entwicklung des Autors von einem jugendlichen Draufgänger zu einem Menschen, der mittlerweile eine eigene Hilfsorganisation in Nepal gegründet hat, die sich für diese verlorenen Kinder einsetzt.
Mit dem Kauf dieses Buches wird seine Organisation „Next Generation Nepal“ finanziell unterstützt.

Für mich persönlich ist dieses Buch unter vielen Gesichtspunkten auch eine Motivationsspritze. Ich erkenne die Parallelen, die Conor Grennan und ich durchgegangen sind. Dass er es geschafft hat etwas Großes in Nepal aufzubauen, spornt mich an, es ihm gleich zu machen. Mit unserem Verein „hamromaya Nepal e.V.“ sind wir auf dem besten Weg dazu 🙂

Conor Grennan (2011):
„Little Princes: Meine Suche nach den verlorenen Kindern von Nepal“

Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
Auflage: Aufl. 2011
Eichborn Verlag
ISBN-10: 3821865326
ISBN-13: 978-3821865324
Ladenpreis: 19,95€

ACHTUNG: Ich habe die englische Originalfassung gelesen!
Conor Grennan (2011):
„Little Princes“

Gebundene Ausgabe, 320 Seiten
Auflage: 2011
Harper Collins Paperbacks
ISBN-10: 0007354185
ISBN-13: 978-0007354184
Ladenpreis: 10,70€

Zusammenfassung des Buches von Amazon.de:

Die Weltreise eines jungen Amerikaners endet unverhofft in einer Rettungsaktion für verschleppte Kinder in Nepal. Die packende Geschichte eines Mannes, der einfach nicht mehr wegschauen konnte. Auf seiner Weltreise macht Conor Grennan einen dreimonatigen freiwilligen Dienst in einem Waisenhaus in Nepal. Das, was er dort sieht und erlebt, verändert sein Leben. Er findet heraus, dass viele der Kinder in Wirklichkeit gar keine Waisen sind. Ihre Eltern hatten sie für viel Geld Vermittlern anvertraut, um ihnen in Kathmandu eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Wer im Waisenhaus landet, hat noch Glück gehabt. Wer ihre Eltern sind oder woher sie kommen, wissen die Kinder nicht. Trotzdem versucht Grennan das schier Unmögliche: die Kinder wieder mit ihren Familien zusammenzubringen. Monatelang reist er dabei in die entlegensten Teile Nepals, sucht Spuren, redet mit Menschen, zeigt Fotos der Kinder. Packend und ehrlich erzählt er, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich selber derjenige ist, der handelt und das Leben der anderen verändert.

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

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