Auch im Paradies von Pokhara wird gestreikt

Auch in Pokhara kommt es zu häufigen Streiks, die das Alltagsleben lähmen.
Auch in Pokhara kommt es zu häufigen Streiks, die das Alltagsleben lähmen. (Foto: Khai-Thai Duong / mein-Nepal.de)

Und wieder einmal herrscht in Nepal ein landesweiter Streik. Wieder einmal wird das öffentliche Leben gelähmt. Betroffen sind nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen, die – wenn sie nicht gerade eine Tour mit Touristen-Bussen gebucht haben – ebenfalls sehen müssen, was ihnen noch vom Tag bleibt.

Keine Autos und Busse auf den Straßen, kaum Läden offen. Ich habe schon viele Streiks mitgemacht, selten kenne ich aber den Grund. Auch Einheimische wissen diesen nicht allzu oft. Ein Streik wird „gern“ angenommen – schließlich hat man ja frei…
Naja, zumindest den Kindern wird der Streik falsch vermittelt. Sie freuen sich, da die Schule ausfällt und sie daher auf den Straßen spielen können.

Ökonomisch und politisch ist der Streik für das Land aber Tag für Tag ein Rückschritt. Während andere asiatische Staaten von Entwicklungs- zu Schwellenländern werden, dümpelt Nepal irgendwo zwischen der „untersten Milliarde“ und den Entwicklungsländern umher.
Die junge Demokratie ist noch nicht im Stande die unzähligen Interessenkonflikte der einzelnen Ethnien und politischen Richtungen zu lösen. Ein gemeinsamer Nenner scheint so unmöglich wie ein Monat ohne Streik.
Noch immer arbeitet man an einer neuen Verfassung und das schon seit 2011… -.-

Nun sitzen wir in Pokhara fest. Es gibt schlimmeres…
Ein Glück, dass wir unseren Bus zurück nach Kathmandu erst für morgen gebucht haben 🙂

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

3 Antworten

  1. Snowland

    Ohje da kennen die Streikenden wohl keine Ausnahmen (außer man ist Tourist).
    Das ist bestimmt extrem stressig, wenn man am Abend vor der Abreise erfahren muss, dass ein Streik herrschen wird…. Man kann definitiv besser verabschiedet werden.
    FÜr komplette Nepal-Neulinge muss es bestimmt angsteinflößend sein, wenn sie aus dem FLughafen treten und die Straßen komplett leer geräumt und alle Läden geschlossen sind…
    Echt schade… Ob es in naher Zukunft was wird, kannst du sicherlich besser beurteilen. Ich habe kaum einen Schimmer über dieses politische Wirr-Warr hier 🙂

  2. Basundhara

    schon wieder!!!!! mir hats auch immer gefallen, keine Autos, kein lärm, kein staub. allerdings da hast du recht tut sich Nepal keinen gefallen damit. vor 2 jahren noch gab es kaum streiks zur touristensaison, diese Hemmschwelle scheint auch überwunden. mein mann konnte letztes jahr touristen nicht im Hotel erreichen. sie dürfen ja fahren aber er nicht. er versuchte nach thamel mit dem Fahrrad zu kommen in chakropath haben sie ihm die reifen zerschnitten. da bleib nur laufen….naja und wann man da in thamel ankommt weißt du selber. seine touristen mussten zum flughafen. er konnte ihnen nur über einen taxifreund ein taxi vermitteln, selbst konnté er sich nicht verabschieden. welchen eindruck sollen gäste dann von diesem land bekommen? eine schöne trekkingtour, ein kulturmix in den Städten und dann solch ein abschied…………
    haltet aus in Pokhara 😉

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