Weckruf im Nepali-Style…

Eingetragen bei: Alltagsgeschichten, Khai in Deutschland | 4

…funktioniert auch in Deutschland.
Seit ungelogen Viertel vor sechs in aller Herrgottsfrühe – also seit über einer Stunde schon – bellt ein Hund keine 10m von meinem Fenster entfernt und reißt mich so aus meinem ohnehin schon sehr unruhigen Schlaf der letzten Nacht. Konnte irgendwie nicht wirklich einschlafen…

Und weiterschlafen kann ich jetzt auch nicht mehr -.-
Ein Heidenlärm veranstaltet dieser Hund auf der Straße. Es ist aber kein Straßenhund…
Dieser Hund ist mit seiner Leine am Zaun der neben mir ansässigen Polizeistation angebunden.
Da aber er seit über einer Stunde lautstark auf seinen Besitzer/in wartet, ist es mir am wahrscheinlichsten, dass er vor der Polizei ausgesetzt wurde 🙁 – vermute ich jedenfalls…

Der Freund und Helfer soll sich dann wohl um den Hund kümmern. Naja, der Freund und Helfer hat aber gerade wichtigeres zu tun – wie zum Beispiel mit Frühstück vom Bäcker zu kommen -.-
„Da kommt gleich jemand“, sagte man mir eben.
Und ich frage mich, „gleich“ im deutschen Sinne oder im nepalesischen? Falls letzteres, da kann ich es direkt vergessen, mich vor meiner Arbeit noch einmal hinzulegen… -.-

Was das mit dem Nepali-Style auf sich hat?
In Nepal bin ich regelmäßig ohne Wecker immer zwischen 5.45h und 6.15h aufgestanden, weil zu dieser Zeit das Leben in den kleinen Gassen beginnt. Besitzer reißen die klapprigen Rolltore ihrer kleinen Läden hoch, Verkäufer/innen von frischen Obst und Gemüse wandern schreiend durch die Gassen und Haushälterinnen befreien mit einem nervigen Kratzen des Rutenbesens das Hausinnere und -äußere von Staub und Schmutz.

Einziger Vorteil vom allmorgendlichen Lärm: man braucht dann halt keinen Wecker mehr… 🙂
So auch heute – hier in Deutschland – ich bin wach….

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Namasté! Schön, dass Du meinen Nepal Blog gefunden hast. Ich heiße Khai-Thai, ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern stammen aus Vietnam, Frankfurt ist meine Heimat und Nepal mein Zuhause. Seit 2011 besuche ich das wundervolle Land für mehrere Monate im Jahr und engagiere mich für unsere Hilfsprojekte vor Ort. In diesem Nepal Blog schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen, Anekdoten und Projekte - Einfach mein-Nepal eben ;)

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4 Antworten

  1. Snowland

    Um ehrlich zu sein, vermisse ich die rufenden Verkäufer auch. Aufzuwachen ohne „Gemüüüse! Gemüüüüüse!!“ zu hören, lässt mich jeden Morgen realisieren, dass ich in Deutschland bin 🙂

    Auf die Straßenhunde kann ich aber auch gerne verzichten. Anscheinend ist es tagsüber für sie zu heiß, weil da liegen die meisten nur faul herum und machen Siesta 😀
    Nachts ist es so lange unfassbar ruhig, bis genau EINER immer anfängt….. hahaha aber dann geht’s aber auch los 🙂

    Hatte mal gehört, dass die nepalesische Regierung versucht das Straßenhunde-Problem zu bekämpfen….

  2. Basundhara

    Oh ja die Hunde. Fängt einer an am Abend ziehen Hunderte, so scheint es, nach. Manche Nacht lag ich und wartete bis mal ein paar Minuten Ruhe war. Warum ist das eigentlich so? Du, aber Morgens die Verkäufer hatte ich immer genossen und mit der Zeit weißt Du auch wer gerade ruft. Ist doch easy am Fenster zu rufen……warte mal ich komme gleich. Bei uns in Basundhara, lief sehr oft in der Woche ein sadhu mit seiner Blech Büchse herum. Dabei schüttelte er immer kräftig was er schon eingenommen hatte und brüllte…………Tashempoooooooooooooo. Das! vermisse ich. Lg und schönes We

  3. Snowland

    PPS: Sache hat sich nun Gott sei Dank erledigt! Anscheinend wurde der Hund von seiner Besitzerin gerade abgeholt. Die junge Dame kam dabei in Begleitung eines Polizisten…..
    Keine weitere Fragen.

  4. Snowland

    PS: Vor lauter Unkonzentriertheit habe ich glatt den wichtigsten Punkt vergessen…
    Die Straßenhunde in Nepal halten sich am Morgen vornehm zurück, weil sie eher die Nacht zum Tage machen 😉

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